Über uns
Der Unterstützungsverein wurde 1960 gegründet, eng verbunden mit der Geschichte des Deutschen Journalistenverbandes in Nordrhein-Westfalen. In der jungen Bundesrepublik verstanden sich Journalist:innen als Teil eines Berufsstandes mit besonderer Verantwortung – und mit besonderer Solidarität füreinander.
Einer Gewerkschaft ist das Wort Solidarität tief eingegraben: dass die Starken den Schwachen helfen. Das ist heute genauso die Idee wie vor über 60 Jahren.
Was wir tun
Der Unterstützungsverein hilft Journalist:innen in NRW, die unverschuldet in finanzielle Not geraten sind – schnell, unbürokratisch und vertraulich. Seit seiner Gründung konnten hunderte Kolleg:innen ihre Notlage überbrücken.
Jedes Jahr unterstützen wir 10 bis 15 Kolleg:innen – mit Einmalhilfen, Sommer- und Winterspenden oder zinslosen Darlehen für vorübergehende Engpässe. Voraussetzung ist, dass staatliche Unterstützungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind – wir ergänzen den Sozialstaat dort, wo er nicht ausreicht, ersetzen ihn aber nicht.
Warum Journalist:innen in Not geraten
Krebserkrankungen, Herzinfarkte, Naturkatastrophen wie die Flut im Ahrtal – oder schlicht der Strukturwandel der Branche: Redaktionen schrumpfen, Aufträge brechen weg, Kontakte in Redaktionen gehen verloren. Besonders betroffen sind freie Journalist:innen. In der Pandemie haben Verlage und Medienhäuser von heute auf morgen kaum noch Beiträge eingekauft. Wer über Sport, Kultur oder Veranstaltungen berichtete, stand plötzlich ohne Aufträge da.
Oft sind es Kolleg:innen, die irgendwann ausreichend verdient haben, aber nicht genug, um fürs Alter vorzusorgen. Dann brechen Kontakte weg, Nachfolger in Redaktionen beschäftigen sie nicht mehr. In jedem Fall sind das persönliche Katastrophen.
Wir spielen nicht die Moralapostel. Wir helfen dort, wo trotz ausgeschöpfter staatlicher Möglichkeiten das Geld nicht reicht – und wo unvorhergesehene Härten entstehen, die der Sozialstaat nicht auffängt.
Eine lange Tradition
Ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Unterstützungsvereine waren die Pressebälle, die landauf, landab veranstaltet wurden – eine beliebte Veranstaltungsreihe in Städten wie Essen, Bielefeld oder Düsseldorf. Die dort eingesammelten Gelder gingen an die Unterstützungsvereine. Als lokale Vereine sich später auflösten, übertrugen sie ihr Guthaben dem Landesverein.
Der Vorstand
Der Verein wird ehrenamtlich von sechs Vorstandsmitgliedern geführt – nahezu alle noch aktiv im Journalismus. Sie haben sich die Hilfe für Kolleg:innen in Not auf die Fahne geschrieben. Mit langjähriger Erfahrung sorgen sie dafür, dass die Spendengelder sinnvoll ausgegeben werden.
Gemeinnützigkeit
Der Verein ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter VR4318 eingetragen und als gemeinnützig (§ 53 AO) anerkannt. Rund 200 Mitglieder tragen den Verein. Spenden sind steuerlich absetzbar.